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Forum 4: Aktualität im Blick zurück, kunst- und kulturpädagogisch

Einführung Wolfgang Zacharias

Anwesend

Haimo Liebich, Michael Popp, Gerd Grüneisl, Hans Mayrhofer, Fridhelm Klein
Luisengymansium, städtische Schule: Oberstufenschüler, Haldis Engelhardt, Manuel Boecker
Tanja Baar: promoviert über KEKS, Veränderungen der Kunsterziehung in München und Nürnberg ab Ende der 60er Jahre

Fragestellung: was passiert heute in der Kunstpädagogik, was soll an die Schüler weitergegeben, auf was sollen sie vorbereitet werden?

Zitate KEKS, KEKS = collagiertes Wortspiel (Wort/ Begriff)
68er: Zeitgeist – „Visueller Kommunikation“ entstand: Ausweitung des Kunstbegriffes
(vgl. Beuys)
Fragen wie: Wer hat die Macht? Wer bestimmt? Reflektion war gefragt -> Ausrichtung auf Gestaltung von Gesellschaft und Politik
Erster Kongress in Nürnberg 1972
Fotos von KEKS-Aktionen:
B

http://goexback.com/ how to get your ex back

sp.: Umweltkritische Aktionen, Mobiles Kunstwerk, Stuhlgang
Alltags- und Abfallmaterialien: mit diesen im Raum spielen/ arbeiten/ interagieren/ irritieren, oft serielle Elemente
Stadtraum sinnlich-körperlich erfahren
Grenzen setzen: wie verhalten sich die Mitmenschen auf Begrenzungen (z.B. Sperrung eines Tores)
Schulunterricht: was bleibt? (im Langzeitgedächtnis): das, was man selbst erlebt, verteidigt, erfahren hat! -> Ästhetik heißt Wahrnehmung; durch Irritation/ Aktion kann diese erst erweckt werden, angestoßen werden (Hauptidiologe: Mayrhofer)
Anker.werk (Theater) in Kooperation mit der Theatergruppe des Gymnasium; Improvisationstechnik:
Aktionen zur Intervention im öffentlichen Raum: Reaktionen der Passanten? Schüler in Maleranzügen stören, verhalten sich ungewöhnlich, bespielen den urbanen Stadtraum.

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Panel: Ist das Kunst? Bildungswerte?

Podiumsdiskussion

Moderation: Birgit Mandel (ganz links)

Teilnehmer (v.l.n.r.): Astrid Weindl (Färberei, KJR München Stadt), Anja Junghans (die urbanauten), Tina Haase (TU München, Bildende Kunst), Kerstin Möller (Kulturreferat LHM), Margarete Hentze (Künstlerin), Karl-Michael Brand (Rcho e.V.)

Frage: Welches zentrale Ziel verfolgen Sie mit ihrer Arbeit im und für den öffentlichen Raum?

Möller: Stadt München fördert mit 1,5% der Gelder für Bauvorhaben jährlichen Kunst (am Bau).
2009, Stadtratsbeschluss: Kunst im öffentlichen Raum fördern: Münchner Künstler
2012/ 13 Künstlerduo: Beschäftigung mit öffentlichem Raum heute
Vermittlung von Kunst
–> Stärkere Akzeptanz der aktuellen Kunst in der Münchner Öffentlichkeit

Haase: Kunst <-> Gestaltung: Schwierigkeiten der Begrifflichkeiten in der eigenen Lehrtätigkeit
Kunst wirft viel ab, Kunst wird für viel verwendet, ge- oder benutzt, die Städte profitieren von ihr
–> Kunstengagierte, städtische Politik ist gewünscht

Hentze: Dokumentarfilm zur selbstbestimmten Bildung, exemplarisch für eine Art des Lernens:
Jeder Mensch hat seine eigene Art des Lernens und kann diese (heraus)finden, Demokratie auf Suber8: wie empfinde ich Demokratie?
fließender Übergang von Kunst und Lernen, sowie Kunst und Leben

Brand: Beuys: How to be an artist..
Lernziel Lebenskunst vor dem Hintergrund eines erweiterten Kunst-, Kultur- und Bildungsbegriff
Arbeit mit „Outsider-Künstlern“: Menschen mit geistiger Behinderung, die kreativ tätig sind
Kulturelle Bildung im Sinne von Bildung zur kulturellen Teilhabe, Partizipation
Aber: „es ist normal, verschieden zu sein“ -> keine erzwungene Integration!

Weindl: Fördert Graffiti-Künstler, Akzeptanzschaffung der Szene
Färberei in München: Knotenpunkt Künstlernetwerke
Ziel: erhalten von (Frei)räumen in der Stadt, auch pädagogischen Auftrag erfüllen: Räume für junge Leute und deren Entfaltung zu schaffen

Junghans: Anfänge: Debattierclub in der Uni (Geografen)
Ziel: Bewusstmachung des öffentlichen Raumes, der mitgesta

ltet werden kann

Frage: wem gehört der öffentliche Raum wird behandelt
Projekt: Kulturstrand
Themen: Normen – öffentlicher Zwischenraum (Internet-Stadt) – Isar als urbaner Raum
Kunst als Mittel zum Zweck, kein künstlerisches Selbstverständnis

Frage: Was haben Künstler und Kuratoren des Skulpturenboulevards Berlin damals falsch gemacht?
Wieviel Vermittlung braucht Kunst im öffentlichen Raum, braucht Urban art?

Junghans: Kunst muss Ort und Menschen reflektieren, Interesse an ihnen haben, um die Menschen
ansprechen: Bezug zur Umwelt fehlte wohl..

Möller: Kunst im öffentlichen Raum hat von sich aus große Irritation in sich => Provokation, Reaktionen müssen ausgehalten werden
Oft provoziert auch Gedenkkunst Diskurse, Bsp: Memory Loops: virtuelles Denkmal

Was ist mit der Kunst, die niemand wahrnimmt? Wie wichtig ist Vermittlung, welche Art von Vermittlung wird gebraucht?

Hentze: Kunst vermittelt sich oft selbst, Kunst im öffentlichen Raum hat mit Kommunikation zu tun
Educational Turn: werden Künstler nun zu Kulturpädagogen, gestalten weniger, geben nur noch Anstöße zur Auseinandersetzung?

Brand: Kunst ist immer Dialog, Kommunikation – da der Künstler seine Gedanken dem Publikum zuführt, Reaktion haben will

Frage: (Konflikt zwischen Bildung und Kunst)
Gibt es Qualitätsprinzipien für Kunst im öffentlichen Raum?

Möller: Kunst & Vermittlung: bei Bewerbungen: Inhalt der Kunstform, an welchem Ort soll sie stattfinden; wesentlich, dass diese Kunstaktion auf den spezifischen Ort hin konzipiert ist -> Kunstgegenstand regt anders zum Nachdenken, so ist allein durch die Idee, die Platzierung an den Ort schon viel Vermittlung passiert: Zielgruppenorientierte Handlung (Voraussetzung: Zielgruppe definieren
Nicht jeder Künstler will, dass sein Kunstwerk didaktisch vermittelt wird!

Brand: Kunstvermittlung ist bestenfalls mehr als nur „ein Bild erklären“, auch überlegen: was fehlt..
Außerdem: interdisziplinäres Arbeiten

Junghans: Qualität des Kunstwerkes, wenn es viele, auch sonst nicht interessierte Leute/ möglichst viele anzusprechen
Kunst steht für sich selbst, kann sich selbst vermitteln

Hentze: Bezeichnung der eigenen Arbeiten teilweise als angewandte Kunst

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Bettina Uhlig: Urban art und urbanes Lernen: Urbanität und Bildung

Über ästhetische Handlungen und Erfahrungen

Urban art:

  • Bewegung, die mit Hilfe von visuellen Ausdrucksmöglichkeiten der Stadtraum verändert, ihn anders sichtbar macht
  • Von klassischem Graffiti abzugrenzen (obwohl es Gemeinsamkeiten gibt)
  • erschließt und verändert Stadträume
  • menschliche Spur, die auf Existenz verweist (vgl. Graffiti)
  • Spannt den Bogen vom Lokalen zum Globalen (politische Aktionen: besprühte Mauern/ Grenzen)

Segregation: Städte lassen sich durch Ab- und Ausgrenzung sozialer Gebiete/ Milieus beschreiben
(Urban Art: Auseinandersetzung mit Segregation)

Entwicklung Urban Art in Köln: Stadt: rigide Graffiti-Politik: KASA – Kölner Anti Sprayer Aktion, 2007

Kritik: es werden keine Unterschiede zwischen Graffiti und Urban Art gemacht

Reaktion: CasaNova-Köln_Pro Graffiti Initiative; City Leaks Festival_Köln_2011-10-14

Stadtteil Ehrenfeld: neues In-Viertel für Kreative, von Sparkasse unterstützte Urban art..

Inwiefern ist Urban art für Bildungsprozesse interessant und zu erschließen? (Kunst+Unterricht 251/2011)

Arbeiten haben hohen Aufforderungscharakter, machen Lust auf Nachahmung

Urban art ist künstlerische Umgangsform mit Raum und Öffentlichkeit, und somit eigene Form von sozialen, politischen und gesellschaftlichen Handelns

Urban art kann macht sich den öffentlichen Raum zu eigen, kann Menschen somit unmittelbar erreichen

Von Interesse: Verbindung von Gedanken-Ideen und deren Umsetzung in der Urbanität..

„Darf man das?“
Bsp.: East Eric: besprüht Autos (einfarbig) zu Objekten
Frage des Eigentums – Illegalität – Frage der Öffentlichkeit?

„Sichtbarmachen: Das Koordinatensystem der Stadt“
Bsp.: Brad Downey: Auf dem Boden (gestaltet Streifen auf der Straße – um)
Allan Joshua Harris: Skulpturen auf Luftschächten
Jan Vormann: füllt Zwischenräume

„blow up <-> tiny“
Bsp: Thomas Straub: Zeichnungen in Karlsruhe an unscheinbaren Stellen
Specter: starke Vergrößerung von Portraits
Claudio Ehtos: starke Vergrößerte Gestaltungen an Hauswände –per Kran

„wem gehört der öffentliche Raum?“
wir schmieren nicht – wir wackeln an euren Fassaden-
Bsp.: Urban Blooz: zeigen auf Plakatwänden, was diese verbergen
Steinbrenner/ Dempf: „Entschriftung“ in Wien: Werbung in Einkaufsstraße komplett verdeckt

„Interagieren und Zusammenhänge herstellen“
Reagieren aufeinander, interagieren, der Mensch will von sich aus auf den anderen Zugehen: in der Urban art erwünscht – es öffnet sich ein KOMMUNIKATIONSRAUM
Bsp.: Paper Girls: bringen Bilder nicht an Wänden an, verteilen diese auf dem Fahrrad im öffentlichen Raum

„Vereinnahmung – Sold Out von Urban art“
Innovation, die aus dieser Subkultur stammt wird für kommerzielle Zwecke/ Werbekampagnen gebraucht
Bsp.: WK Interact (arbeitete für Nike)
Urban Art Guides: Banksy-App für London (wo seine Arbeiten zu finden sind)

„Urban art can change the world“ ?
Visionäre Kraft liegt der Urban Art Bewegung inne, sie verändert Städte, schafft Spannungverhältnisse
Slogan: think global, act local
Bsp: Swoon: Swimming Cities, 2009: Müllflose in Manhatten
JR: Women are heroes – Weltweit mit lokalen Zusammenhängen: riesig vergrößerte Porträts, Schwarz-weiß, verändern das Stadtbild

Urbanes Lernen als ein Lernen an und in Urbanität
Als Plattform für Bildung, wenn erkannt und reflektiert
Frage: in welcher Stadt/ Welt wollen wir leben?

Bettina Uhlig, Universität Hildesheim

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Thomas Coelen: Bilden Räume? Und wie?

Buch:
„Räume bilden“
(in Planung: Tagungsband)

Frage:
Bilden Räume? Und wie? – „Ja, informell.“

Uni Siegen – Fakultät Bildung-Architektur-Künste
=> Schnittflächen verschiedener Bereiche

Themen und
Untersuchungsgegenstände:

  • Raumlernern und Gestaltungsräume
  • Schulbauten und Jugendeinrichtungen
  • Heime, Museen
  • Stadtquartiere, öffentliche Räume
  • imaginierte und auditive Räume
  • Beteiligung, Vermittlung

Räume bilden informell:

Bildung:

nicht nur Wissen.. Prozess der Entwicklung einer Persönlichkeit in Auseinandersetzung mit sich und der Welt (Bildung: erst wenn man sich und die Welt anders sieht)
mit vier Weltbezügen (=moderner Bildungsbegriff): vier Kompetenzbereiche: Kulturelles (sprachlich-symbolisch), Materielles (naturwissenschaftlich-technisch), Soziales (kommunikativ-gestatende), Subjektives (ästhetisch-expressiv)

Bildung intra- und interindividuelle: Formalisierungsgrade

Aber:
Räume bilden nicht nur, sie sozialisieren auch: es passieren unbewusste oder vorbewusste Prozesse => Bildung sind bewusst (zu machende) Prozesse

Auch Übergänge zum Lernen: intentional oder inzidentiell? => Bildung nur geistige Eigenleistung

Räume: Orte, Gebäude, ..
.. kein pures Material, keine reine Natur
.. auch keine alleinige Imagination oder Virtualität
.. sind nicht nur imaginiert (Martina Löw) z.B. Schranken im Verkehr: faktisch vorhanden!
–> Entstehen aus Zusammenspiel zwischen:
Vorfindlichen Strukturen (mit Bedingungen) und vorgenommenen Handlungen (mit Sinngehalten)
–> Der/ die Handelnde kann Materialität nicht ignorieren; Struktur kann Handlungen nicht determinieren.
–> RÄUME ENSTEHEN IMMER WIEDER NEU UND ANDERS: Räume werden gebildet und können bilden.

Projekte:
Lehrwerkstätten, Schulhöfe, Jugendeinrichtungen, PC-Arbeitsplätze, Kirchengebäude, Bildungslandschaften, Köln Altstadt-Nord (pädagogische Architektur)

Die Powerpoint-Präsentation zum Vortrag als Download

Thomas Coelen, Ubiversität Siegen

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Wolfgang Zacharias: <br />Einführung mit Ausblick

„Kinder & Künstler? Kunst & Pädagogik? Raum & Öffentlichkeit? Sinne & Cyber?“

Rückschau, gestern: Kunst- und Kulturpädagogischer Einstieg, weiter: bildungswissenschaftlicher Vortrag, dann kunstpädagogischer Vortrag

Kontext: Kulturelle Bildung vernetzt (Folie)
Kultur, Künste und Medien – Raum, Stadt, Orte, Urbanität – Erfahrung, Aktion, Lernen, Bildung – aktive und soziale Wahrnehmung:
–> Beeinflussen sich alle gegenseitig; im Mittelpunkt steht der MENSCH, Lernziel: Lebenskunst (Autonomes Subjekt nicht das Ideal, da Vernetzung wichtig)
–> Räumliche Dimension – Ermöglichungsstrukturen: Lokale, Kommunale Spiel-, Kultur- und Bildungslandschaften (Räumliche mit der Zeitlichen Komponente in Zusammenhang bringen: Ganztagsschulen)

Ulrike Stutz kann le

ider an der Tagung nicht teilnehmen, deshalb als Information ihr Thema kurz umrissen:

Kommunikationsskulpturen – Entwurf einer sozialräumlichen kunstpädagogischen Praxis
Zusammenspiel Kunst – Medien – realer Umwelt – professionell zu gestaltende Bildungsräume
Beuys: der Mensch ist kreativ, auch in Hinsicht auf gesellschaftliche Aspekte, Vernetzung, etc.
Erforschung unbekannter Orte in der Universität Erfurt (Lidl-Parkplatz, Sitzmöglichkeiten Innenstadt) wie befinde ich mich als sinnlich-körperlicher Mensch in Umwelten?
Hinweis: Hamburger Universität – Veranstaltung: Räume untersuchen im Unterricht
Carmen Mörsch: Literaturhinweise

Die Folie als Download

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O-Töne der Tagung

Hier einige Interviews mit Tagungsteilnehmern

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Neue Spiel- und Erlebniswelten real / digital

inter@ktiv Mediensalon 2011

Vortrag: Andrea Winter am 13.10.2011 im Rathaus München (Kleiner Sizungssaal)

20 Uhr: Begrüßung durch Haimo Liebich
(Vorstellen des Tagesablaufes, Vorstellen der Referentin)

Wolfgang Zacharias zum Einstieg
Zum Einstieg gibt Wolfgang Zacharias einen Überblick über die Aktualität des Themas, Räume und Welten, Entdecken des öffentlichen Raums.
Er stellt verschiedene Projekte wie das Partnerschaftprojekt der Urbanauten “Vermessung des Urbanen 3 0″ und das “streetgames”-Festival “you are go!” in Berlin.
Zudem beschreibt er den Stadtraum als einen neuen Zwischenraum, einen öffentlichen Zwischenraum.
Er zitiert: “Renaissance des öffentlichen Lebens ausgerechnet durch das Internet.” Neue Räume werden bespielt, durch den Katalysator Internet (facebook usw.).
Eine passende Überleitung zum “digitalen” Raum-Beitrag Andrea Winters.

Andrea Winter
– Spielkultur real/digital

Andrea Winter stellt das Thema Spielräume real/digital vor, wobei sie Computerspiele ausklammern will.
Zu Beginn will sie Konzeptideen mitgeben. Wie man tatsächlich praktisch digitale Medien in Spiel-und Lernräumen einsetzen kann.
In einem Rückblick erläutert sie Stadtraumentdeckung – früher – mit Zettel und Schnitzeljagd.
Heute hat jeder Handy, smartphones, es gibt GPS-Geräte usw.
“Wer kennt schon noch irgendeine Telefonnummer?”, unsere Gesellschaft sei heute durch “Digitale Demenz” bestimmt.
Man könnte jetzt auch von einer Kompetenzverschiebung sprechen, wir wissen eben wie wir all diese neuen Geräte bedienen.
Wie setzt man all die neue Technik, die

neuen Möglichkeiten um? “Was passt wo für wen und warum?”
An eigenen Praxisbeispielen stellt sie verschiedene Konzeptideen vor.
Computerspiele live im Stadtraum erleben.
Ausschnitte, filmische und bildliche, lassen das Publikum auch an einem Projekt der Uni Frankfurt teilhaben.
Dieses war eine an einem Praxistag stattfindende Medienrallye mit 18 Stationen (Wissen, Rätsel, Kreativität).
Anhand dieser Ausführung gibt sie eine allgemeine Checkliste für die Teilnehmer:
z.B. Zielsetzung, Alters-/Zielgruppe, geeignete digitale Medien, Zeitplan, finanzieller Aufwand, Verantwortlichkeiten, usw.

Nachgedanken | Nachfragen

Inklusives Spielen

Wie können Medien und neue Technologien auch Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung das Spielen im urbanen Raum erleichtern?

Medien können gerade das inklusive Spiel als Methode aufgreifen und integrieren.

Inwiefern suggeriert die Heranführung an digitalen Medien die Entfremdung von Natur? Wie stark beeinträchtigt die ständige digitale Bereitschaft der Kinder und Jugendlichen deren Wahrnehmung und Verbundenheit mit der Natur?

Medien dürfen nicht als Ersatz für das Natürliche gesehen werden, sondern sind vielmehr als Ergänzung zu begreifen: ein sinnhaftes Erlebnis medial aufgearbeitet liefert so pädagogischen Mehrwert.

Ein wichtiger Aspekt: das Peergroupwissen – z.B. von Studentengruppen – ist selten ausreichend und v.a. nicht auf gleichem Niveau – es ist also nicht vorauszusetzen, dass die TeilnehmerInnen alle wissen, wie die neuen Technologien funktionieren.

Der komplette Vortrag als pdf-Dokument zum Download

Andrea Winter, Hanau | Buch-Website | Reinhardt-Verlag

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Christine Heil:
Ästhetische Forschungen im Kulturraum

Chancen für Bildung und Partizipation

Abspielen von Tonaufnahmen, Umfrage in Karlsruhe (Projekt einer Schulklasse):
DEMOKRATIE?! – Ist Demokratie gerecht?

Antworten von Jung und Alt: vielfältige, auch oft widersprüchliche Antworten (micro-fiction)

Raum zwischen Kunstwerk und Betrachter: Prozess der Auseinandersetzung, Vermittlung
Kultur.Forscher!:
www.kultur-forscher.de: Programm zweier Stiftungen:

PwC-Stiftung Jugend – Bildung – Kultur, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS)
Netzwerkbildung von (je) drei Schulen wird angestrebt, Schule muss als Bedingung außerschulischen Partner haben
Prozessbegleitung, Kooperation von Schule – Museum – Öffentlicher Raum – Theater
Unterstützung: Vernetzung, Prozessbegleitung, Fortbildung und Fördermittel
Ziel ist die Lehr- und Lernkultur an Schulen nachhaltig zu verändern!
Ästhetische Forschung (Ansatz Kämpf-Jansen: detailierte Beschreibung von künstlerischen Prozessen)
Perspektive: Forschendes Lernen muss den Schülern zugemutet und zugetraut werden: dass die Schüler ihre Fragestellungen selbst finden und formulieren und ausprobieren, eigene Wege beschreiten können.

Ästhetische Forschung: Entwicklung ab den 90er Jahren

  • Ein ästhetischer Forschender geht von einer Frage oder einem subjektiven roten Faden aus,
  • das Ergebnis ist eine künstlerische Gestaltung, häufig eine Rauminstallation oder eine Performance,
  • der Prozess wird von einer fortlaufenden Dokumentation (Projekttagebuch) und Reflexion begleitet

Ein ästhetisch Forschender bedient sich neben den Praktiken der Wissenschaft gleichermaßen unterschiedlicher Verfahren und Erkenntnisweisen des Alltags und der Kunst, insbesondere Gegenwartskunst

Wichtig auch: Zeitmanagement, Interviews, Dokumentation, Wissenschaftliche Verfahren nutzen
Anders als ein Wissenschaftler, bleibt ein ästhetisch Forschender hinter seiner Arbeit sichtbar (Subjektive Sicht)

Kern Ästhetischer Forschung ist die Vernetzung … (Zitat Kämpf-Jansen)

Kämpf-Jansen: Folie eines Atelierplans, als Erklärung für Lehrer mit Materialien, Anregungen:
… Vernetzung von

  • Alltagsästhetik (Biografisches, Bilder, Dinge)
  • Kunst
  • Ästhetische/ künstlerische Praxis
  • Wissenschaft

Im Künstlerischen sind die Forschungsprozesse immer verbunden mit Selbstreflektion, ich-Erfahrung und Bewusstseinsprozessen (auch Eigensinn, muss nicht übertragbar sein)

Das Ästhetische der Ästhetischen Forschung hat Erkenntnisfunktion! (Ästhetik, die sich aus der Fragestellung/ den Bedingungen der Arbeit ergibt – können auch hässlich sein)

Ästhetische Forschung: Kulturprojekte: „an den Rändern offen bleiben“, Ergebnisse nicht kennen, Bühnen schaffen für Prozesse, Projekte, die sich entwickeln können, anhand dem Bespiel: Micro-fiction.

„Man wird nicht als Bürger oder Bürgerin mit einer Stimme und einer Meinung geboren, wir können nur dann die Fähigkeit erlangen zu streiten, zu wählen, und abzustimmen, wenn wir uns hierfür entsprechend ausgerüstet sind oder uns ausrüsten können“ making things public.

Christine Heil, Kunsthochschule Mainz

Ein herzlicher Dank für die Zurverfügungstellung von Bild- und Tonmaterial
zu "DEMOKRATIE?! – Ist Demokratie gerecht?" geht an:
Stephan Fürstenberg und  Henrike Plegge,
MitarbeiterInnen der Museumskommunikation des ZKM Karlsruhe
(Das Projekt wurde gefördert von der Robert-Bosch-Stiftung
in Kooperation mit dem Deutschen Städtetag)

Marion Thuswald: Urbanes Lernen als situierte involvierte Praxis?

Marion Thuswald zeigt den bildungswissenschaftlichen Zugang zu Kunst- und Kulturpädagogik; als Aktivistin und Sozialpädagogin. Sie berichtet von einer Feldstudie über Bettlerinnen.

Was ist urbanes Lernen?

Lebensqualität, Lebenslanges Lernen
Worthülse, vieldeutiger Begriff: unbestimmt, beliebig befüllbar, scheint anstrebenswert
Nähere Bestimmung des Begriffs ist nötig: Bezugsrahmen: Feld: Kunst- und Kulturpädagogik
Kulturelle Bildung: Sammelbegrif: Entwicklung dazu in den letzten 10 Jahren

Zitat: Max Fuchs: alle Aspekte widerspruchsfrei zu integrieren <-> Thuswald: Unterschiede beachten!

Widersprüche des Prozesses Bildung sollen Raum finden
Stadt und Urbanität sowie Bildung sind geprägt von widersprüchlichen Interessen / Tendenzen

Städte im Allgemeinen und öffentlicher städtischer Raum im Besonderen sind Räume der Heterogenität, der Erfahrung von Fremdheit, Irritation und Verunsicherung – und somit auch Orte, die Lern- und Bildungsprozesse auslösen können.

Praxis des urbanen Raumes (der kulturellen Bildung):

Positionierung ist notwendig, unvermeidlich: wenn wir uns positionieren sind wir involviert, „mitten drin“: wir sind in unserem Handeln IMMER in Widersprüche verwickelt, können nichts richtig machen, müssen uns für unser Handeln immer neu entscheiden und verantworten

Bildung, die das autonome Subjekt nicht braucht (Thuswald); andere Konzeptionen: Anerkennung des Indifferenzwertes, Differenzen der Subjekte als Vorraussetzung für demokratische Tendenzen

Demokratische Bildung

Verbindung von Urbanität und Bildung: für städtisches Leben sind Widersprüche konstruktiv

Kunst:

  • Wissen um die eigene Involviertheit und die Notwendigkeit von Positionierung
  • Blick auf Widersprüche und die Wirkmächtigkeit von Differenzen
  • die Orientierung der eigenen Praxis an Demokratisierung
  • Lernen als situierte soziale Praxis begreifen –> kollektive Praxen entwickeln
  • Ein kritisch involvierter Umgang mit Macht, Konflikt und Differenz

Die Powerpoint-Präsentation zum Download

Marion Thuswald, Akademie der Bildenden Künste, Wien

Uwe Lewitzky: Kunst für alle

Demokratischer Kulturbegriff (niedrigstellige Angebote, die sich am Alltag der Menschen orientieren)

„Kunst, die das Museum verlässt, hat einen demokratischen Anspruch, da sie mit den Menschen in Kommunikation tritt“

Buch: „Kunst für alle?“ Entwicklung von Kunst im öffentlichen Raum

Inhaltlich: vom Denkmal zur Kunst am Bau (Kritik an dem engen Paradigma Kunst am Bau)

Heutige Weiterentwicklung:
Skulptur sollte Bezug zum Raum haben
Transformation vom Künstler zum Kulturarbeiter: Künstler versucht kulturelles Kapital Menschen vor Ort im Raum zur Verfügung zu stellen, deren Kreativität zu aktivieren, Selbstbildung anzuregen („Herstellung einer Handlungs- und Kampfbereitschaft“): Herstellung von Kunst im öffentlichen Interesse
Bsp.: Park im armen Stadtviertel St. Pauli: Gentrivizierung

Öffentlicher Raum als Lebenswelt:
Urbaner Raum: „Verräumlichung der Herrschaft“
Urbane Praxis: Kulturtechnik, Mittel zur Emanzipation des Individuums; Stadt als Kunstwerk: Praktische Aneignung des Urbanen Raumes, Bsp. Graffiti
-> bestenfalls werden in der Stadt kreative Prozesse ermöglicht

Methode zur Transformation: Umwelt seinen Bedürfnissen anpassen
Neue Dynamik – neue Urbanität: Gestaltung des Städtischen Raumes: Tauschwert, statt Nutzwert:
Stadtplanung folgt dem Ziel der Profitmaximierung, der Mensch steht nicht mehr im Mittelpunkt
Städtischer Raum als Ort der Kontrolle, kein Ort des Austausches mehr: Ordnungs- statt Sozialpolitik
Negativ-Bsp.: Hamburg, Landungsbrücke, und darunter lebende Obdachlose: Zaun zur Vertreibung – Demonstrationen => Zaunabbau

„Kunst für Alle?“:

gut ist, was erfolgreich ist, Bsp.: Musical: König der Löwen; Kultur = Entertainment
Temporäre Events, keine langfristigen Angebote
Kreative Potentiale werden umgeleitet in den Bereich der Freizeitgestaltung (Red Bull Flugtag)
Instrumentalisierung von Künstlern: künstlerische Ansätze von Seiten der Stadt
Bsp: Bärenskulptur in München, Wasserträger in Hamburg (Stadtmaskottchen)
Konsumiere – sei ruhig – stelle keine Ansprüche
Der städtische Raum entfremdet den Menschen, er kann sein kreatives Potential nicht für seine Bedürfnisse einsetzen

Uwe Lewitzky, Hamburg

Eröffnung der Tagung

Haimo Liebich zitiert zum Tagungsbeginn Wolfgang Welsch – ein Zitat welches sich der Kulturreferant der LH München, Dr. Küppers anlässlich der Aktionsausstellung kunstwerkStadt herausgesucht hatte:

"Wer den Begriff des Ästhetischen exklusiv an die Provinz Kunst binden und seine Grenzen gegenüber dem Alltag partout dicht machen möchte, betreibt ästhetischen Provinzialismus."

Haimo Liebich knüpft den Faden gleich mit Friedrich Schiller weiter:

„Kunst und Kultur sind das Wichtigste, was wir haben, ..“

Die Begrüßung durch Stefanie Reichelt, der Leiterin der Abteilung Kulturelle Bildung im Kulturreferat der LH München befasst sich mit den Themen und Fragestellungen der Tagung:

  • Kunst | Kulturelle Bildung | Öffentlicher Raum | Partizipation
  • Wie verhalten sich Raum- und Erfahrungsprozesse zueinander?
  • Welche Bedeutung haben reale Räume heute bei der Zunahme digitaler Welten noch?
  • die Frage der künstlerischen Aneignung des öffentlichen Raumes
  • der Blickwinkel Kunst versus kulturelle Bildung ist sicherlich ein interessanter Punkt der Tagung

Wolfgang Zacharias greift in seiner Einleitung die lange bayerische Geschichte der kulturellen Bildung auf:

  • Von KEKS zu KIKS: Geschichte mit Bezug zu heute
  • Irritation-Intervention: KEKS-Buchstaben
  • Besondere Begrüßung: Michael Popp aus Nürnberg, Fridhelm Klein (gemeinsame Anfänge):
  • Nürnberg & München: zwei bunte Städte in einem schwarzen Land
  • Aktionistisches-Intervenierendes: im aktuellen Kunst-Diskurs: „die Zeit hat sich auf uns (KEKS-Zeit und -Aktionen) zu entwickelt“
  • Heute: Befragungen: Urbanität, Kunst, Kultur: Schnittmengen, Kooperationen

Einladung zum Inter@ktiv-Salon im Sitzungssaal des Rathauses: heute, 20 Uhr

Vorstellung des Tagungsprogramms

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Live-Dokumentation der Tagung

Hier entsteht in Kürze die Live-Dokumentation der Tagung URBANES LERNEN – RÄUME BILDEN.

Mit Fotokamera und Aufnahmegerät, mit Stift und Block sind unsere MitarbeiterInnen unterwegs, um O-Töne und Interviews zu ergattern, Vorträge zu protokollieren und Präsentationen zu sammeln. All dieses Material wird direkt zeitnah erfasst und hier online zusammengestellt. Unter der Kategorie DOKUMENTATION sind die gesammelten Dokumente, Fotos, Audio-, Text- und Videoschnipsel zu finden. Und direkt am Ende der Tagung ist die komplette Dokumentation dann auch schon fertig und weltweit verfügbar.